Sprecher:
Der Amtsweg im Internet ist Realität HELP.gv.at macht es möglich. Seit 2001 können die Österreicherinnen und Österreicher immer mehr Verwaltungsverfahren online abwickeln.
Sektionschef Manfred Matzka:
Wir bemühen uns, dass die Verwaltung ihre Services einfacher, schneller, besser anbietet. Das bedeutet das wir gemeinsam arbeiten müssen, Bund, Länder und Gemeinden und das immer mehr Verwaltungen ihre Leistungen via Internet den Bürgerinnen und Bürgern anbieten. Wir haben begonnen mit einer Hand voll Partnern. Wir sind heute auf 700 Verwaltungseinrichtungen in Österreich die hier eingestiegen sind. Und es geht auch darum, dass nicht nur ein Informationsangebot ins Netz gestellt wird, sondern ein Prozess wo man von Anfang bis zum Schluss alles online abwickeln kann. Sehr gute Beispiele sind etwa die Strafregisterbescheinigung und die Meldebestätigung die man beide von Anfang bis zum Schluss via Internet bekommen kann.
Sprecher:
War es bisher notwendig persönlich am Bezirksamt, bei Polizeidirektionen oder auf Polizeikommissariaten vorzusprechen genügen heute ein Internetzugang und die Bürgerkarte um eine Strafregisterbescheinigung zu bekommen.
Christian Rupp:
Der digitale Amtshelfer HELP.gv.at verzeichnet pro Monat über 400.000 Anwendersitzungen. Ich kann über diese digitale Plattform mir meine Behörde auf den Schreibtisch holen, das heißt, mir stehen über 1.000 elektronische Formulare zur Verfügung oder mehr als 360 vollständig abwickelbare elektronische Amtswege. Das heißt, von der Antragstellung bis hin zur Zustellung und natürlich auch die Bezahlung erfolgt elektronisch und ich brauche mich eigentlich von meinem Büro oder von zu Hause nicht aufs Amt bewegen.
Sprecher:
Voraussetzung für die Abwicklung übers Internet ist die Aktivierung der Bürgerkartenfunktion auf der E-Card. Damit ist eine eindeutige Identifizierung möglich.
Christian Rupp:
Help.gv.at wurde mehrfach international ausgezeichnet für seine einfache Bedienbarkeit, für seine einfache Sprache und vor allem für die Sicherheit der Anwendungen. Das ist ganz wichtig und ein wesentlicher Aspekt des E-Government in Österreichs. Ein zweiter wesentlicher Aspekt ist, dass ich damit mein Amt bei mir auf den Schreibtisch 365 Tage im Jahr habe, heuer sind es sogar 366 Tage.
Sprecher:
Sofort nach Ausfüllen des Formulares und der elektronischen Bezahlung kommt die Bestätigung der Behörde übers Internet. Durch die sogenannte elektronische Zustellung über www.zustellung.gv.at kann der Bürger amtliche Bescheide vom Zustellserver abrufen, abspeichern, weiter versenden oder bei sich zu Hause oder bei sich zu Hause ausdrucken. Damit entfallen umständliche Postwege oder der Amtsweg vollständig.
Peter F. Mayer:
Ein Beispiel für den Nutzen von E-Government. Bei einem Bewerbungsgespräch braucht man immer öfter aktuelle Dokumente, etwa einen Strafregisterauszug oder eine Meldebestätigung. Das ist dank E-Government keine Hexerei.
Sprecher:
Mit der Bürgerkarte ist es jetzt in Österreich möglich einfach und in kürzester Zeit ohne Anstellen und rund um die Uhr die benötigten Dokumente online zu beantragen und sie auf elektronischem Weg sofort in Empfang zu nehmen.
Peter F. Mayer:
Bei den Amtswegen die zur Gänze über das Internet abgewickelt werden können ist Österreich in Europa die Nummer Eins. Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass unser E-Government von allen 27 EU-Ländern am meisten entwickelt ist.
Sprecher:
Rechenzentren von großen Telekomunternehmen haben ähnliche Anforderungen wie das Fort Knox. Sicherheit wird groß geschrieben, deshalb müssen auch die Mitarbeiter über jeden Verdacht erhaben sein. Ein aktueller Strafregisterauszug und ein aktueller Meldezettel gehören zu den Dokumenten die schon bei der Bewerbung vorzulegen sind. E-Government unterstützt sie bei einem erfolgreichen Start in die berufliche Karriere.
Der Beitrag wurde am 18.4. und 21.4.2008 über TW1 ausgestrahlt. Weitere Folgen sind jeden Freitag um 15:05 und 17:05, sowie Montag um 11:05 und 14:05 auf TW1 in der Sendung Treffpunkt Österreich zu sehen.