Text zum Video: Bürgerportal HELP.gv.at

E-Government gewinnt immer mehr an Bedeutung in Österreich. Die zentrale Anlaufstelle dafür ist das Bürgerportal HELP.gv.at. Was es kann, zeigt dieser Beitrag der E-Goverment Serie der Telekom Presse auf TW1 zeigt.

Egal ob Reisepass, Geburt, Führerschein oder Wohnen HELP.gv.at unterstützt die Österreicherinnen und Österreicher rasch und rund um die Uhr bei konkreten Lebenssituationen. Ein Service, das immer mehr in Anspruch genommen wird. Sektionschef Manfred Matzka leitet die Präsidialsektion im Bundeskanzleramt. Er ist damit unter anderem für die Internetstrategie des Bundes zuständig.

Sektionschef Manfred Matzka:
HELP.gv ist das virtuelle Amt in der österreichischen Verwaltung, ein Amt des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Ein Amt das rund um die Uhr geöffnet ist und das via Internet von jedermann besucht werden kann. Davon machen die Menschen auch Gebrauch. HELP.gv ist ein Renner. Es ist eines der bestbesuchten Webseiten in unserem Land. Wir haben 100.000 verschiedene Besucher pro Monat und Millionen Zugriffe pro Monat. Das würde bedeuten, dass wenn man das auf ein normales Amt umsetzen sollte, müsste man 400 Schalter parallel permanent für die Bürgerinnen und Bürger in Betrieb haben.

Sprecher:
Auf HELP.gv.at finden Österreicherinnen und Österreicher zu fast 500 Themenbereichen rund um die Uhr nützliche Informationen über Behördenwege. Die dazu erforderlichen Dokumente, anfallende Gebühren, Fristen so wie jederzeit abrufbare Formulare und Vorlagen. Der Start zu HELP.gv.at erfolgte im Jahr 1997. Es war der Beginn einer europaweit anerkannten Erfolgsgeschichte.

Peter F. Mayer:
Ich kann mich noch gut an den Start von HELP.gv.at erinnern. Der fiel in eine Zeit wo viele Menschen die Bedeutung des Internet noch nicht richtig erkannt haben. Als über das Internet schreibender Journalist hatten wir damals eine Reihe von negativen, ja sogar abfälligen Leserbriefen zu dem Thema. Ein Bürgerportal aufzubauen und wenn man die Vorlaufzeiten bedenkt, so muss die Entscheidung schon 1996 getroffen worden sein, war damals eine wahrhaft innovative ja sogar fast revolutionäre Idee.

Sprecher:
HELP.gv.at soll von allen Menschen auch jenen mit einer Behinderung genutzt werden können. Daher wurde bei der Neugestaltung 2005 besonders darauf geachtet, die Bedienbarkeit zu verbessern, den Zugang barrierefrei zu gestalten und regionale Anforderungen zu berücksichtigen.

Sektionschef Manfred Matzka:
Österreichs Verwaltung ist föderalistisch organisiert. Das heißt, ich habe die Ebene, Bund, Länder und Gemeinden, und HELP lebt davon, dass alle Ebenen mitspielen, bis hinunter oder hinaus zur kommunalen Ebene. Das ist besonders wichtig, weil die Gemeinden natürlich mit den Bürgern in besonders intensiven Kontakt sind. Und wir haben über unsere hunderten Partner auf Gemeindeebene auch Möglichkeiten entwickelt, wie man ganz praktische Dinge direkt über HELP abwickeln kann, zum Beispiel die Müllabfuhr, die Meldebestätigung, zum Beispiel Wohnbauförderungsangelegenheiten, wo man in vielen Gemeinden online ohne direkten Besuch beim Amt seine Anliegen besorgen und erledigen lassen kann.

Sprecher:
Die umfangreichen Informationen und die zahlreichen Zugriffe setzen eine ausgereifte und vor allen Dingen sichere, technische Infrastruktur voraus. Für den reibungslosen Ablauf rund um die Uhr, an 365 Tage im Jahr sorgt das Bundesrechenzentrum in Wien. Geschäftsführer Roland Jabkowski hat den Status der wichtigsten Anwendungen der Republik Österreich immer im Blick.

Roland Jabkowski:
Das Bundesrechenzentrum ist eines der größten österreichischen IT-Dienstleistungsunternehmen und damit sind wir auch ein bedeutender Motor für die elektronische Verwaltung hier in Österreich, übrigens der modernsten Verwaltung Europas. Im Auftrag unserer Kunden, das sind die Ministerien betreuen wir heute mehr als 300 E-Government Anwendungen wie zum Beispiel HELP.gv oder auch Finanzonline. Wir das sind etwa 1.200 IT-Spezialisten die zu den Spitzenkräften in der österreichischen Informatikbranche gehören und diese sind sich voll auch bewusst, um unseren hohen Anspruch nach Sicherheit in der Informationstechnologie.

HELP.gv.at ist die zentrale Anlaufstelle für alle die Amtswege elektronisch erledigen wollen.


Der Beitrag wurde am 11.4. und 14.4.2008 über TW1 ausgestrahlt. Weitere Folgen sind jeden Freitag um 15:05 und 17:05, sowie Montag um 11:05 und 14:05 auf TW1 in der Sendung Treffpunkt Österreich zu sehen.