Text zum Video: Elektronische Uni-Verwaltung

An der TU-Graz wurde das System Campus Online entwickelt - die elektronische Uni-Verwaltung.

Peter F. Mayer:
Die Bürgerkarte wird immer mehr zum Instrument für alle wichtigen Lebensbereiche. So können Studenten oder die Universitätsverwaltung praktisch alles Wichtige mit der Bürgerkarte online elektronisch erledigen.

Sprecher:
An der Technischen Universität Graz werden immer mehr Prozesse elektronisch abgewickelt. Dazu zählen Personalverwaltung, Studienverwaltung bis hin zur Bibliothek. Die Vorteile sowohl für Studenten als auch für die Verwaltung sind enorm.

Hans Sünkel:
Alles das was vor Jahren noch physisch erforderlich war, etwa das Anstellen bei bestimmten Behörden etc. innerhalb der Universität, die Ausstellung von Zeugnissen etcetera all dies ist mittlerweile im elektronischen Weg möglich.

Sprecher:
Im Mai 2007 ging die TU Graz einen wichtigen Schritt in Richtung E-Government. Die Bürgerkarte wurde in das universitäre Verwaltungssystem eingebunden.

Reinhard Posch:
Durch die Integration der Bürgerkarte im Campus Online kann der Studierende alle jene Funktionen die Campus Online bietet mit einem einzigen Zugangscode der überall sonst der gleiche ist so ähnlich wie bei der Bankomatkarte, nämlich Karte und PIN durchführen.

Sprecher:
Damit bringt die elektronische Verwaltung nicht nur Kostenersparnisse, sondern für Studenten und Mitarbeiter der TU Graz vor allem zeitliche und räumliche Freiheiten.

Sandra Dominikus:
Ich bin eben die Mutter von zwei Kleinkindern und für mich ist das schon sehr wichtig oder ich bin sehr froh darüber, das ich jetzt auch von zu Hause aus mich an meinem virtuellen Arbeitsplatz eben einloggen kann und dort zum Beispiel Dinge wie Prüfungsprotokolle oder Diplomarbeitsgutachten zum Beispiel unterschreiben kann.

Sprecher:
Der Alltag einer Universität des 21. Jahrhunderts wäre ohne elektronische Verwaltung nicht mehr denkbar.

Martin Centner:
Früher hat man für eine Dienstreise ein Formular ausgefüllt, ist damit zum Institutsvorstand gegangen und hat dann abhängig von seinem Terminkalender halt auf die Unterschrift warten müssen. Da wir oft Dienstreisen haben die oft auch kurzfristig angelegt werden, ist es natürlich dann teilweise zu Konflikten gekommen. Das die Reise früher stattgefunden hat als man zu der Unterschrift gekommen ist und hat jetzt eigentlich die Möglichkeit das elektronisch zu machen. Und auch der Institutsvorstand hat dann die Möglichkeit das elektronisch zu genehmigen, von wo immer aus er das dann gerade macht.

Sprecher:
Mit diesem System bekommen die Studenten auch eine Vorbereitung auf ihre berufliche Zukunft.

Reinhard Posch:
Wir haben ja in 1 ½ Jahren mit dem Umsetzen der Dienstleistungsrichtlinie zu rechnen und da werden die Elemente der elektronischen Identifikation ganz wesentlich sein.

Sprecher:
Die Entwicklungen der TU Graz garantieren das Österreich die Vorreiterrolle im europäischen E-Government behält.

Karl Christian Posch:
Wir glauben, dass die Technologie die wir hier entwickelt haben rund um die kryptografischen Prozesse, rund um die Bürgerkarte exportfähig ist. Ich nehme an, das Österreich durch diesen Erfolg in 5 Jahren nach wie vor weit an der Spitze stehen wird in der europäischen Entwicklung.

Sprecher:
Das an der TU Graz entwickelte Management und Informationssystem Campus Online ist bereits heute ein erfolgreicher Exportartikel.

Harald Kainz:
Wir haben z.B. unser System für die Verwaltung der gesamten Prozesse, sowohl im Studienbereich als auch im anderen Bereich inzwischen nicht nur sehr weitflächig in Österreich an andere Universitäten verkaufen können. Sondern wir haben also im Mai auch das erste Mal unser TOG-Campus-Onlinesystem an die Technische Universität München verkauft und haben inzwischen auch eine recht wesentliche Nachfrage aus dem deutschen Bereich für diese Software.

Sprecher:
Die Technische Universität Graz Mitgestalter der digitalen Zukunft Österreichs.


Der Beitrag wurde am 25.4. und 28.4.2008 über TW1 ausgestrahlt. Weitere Folgen sind jeden Freitag um 15:05 und 17:05, sowie Montag um 11:05 und 14:05 auf TW1 in der Sendung Treffpunkt Österreich zu sehen.