Was ist E-Government?
Definition
Der Begriff "E-Government" (electronic Government) steht heute als Synonym für eine moderne und effiziente Verwaltung.
Auf EU-Ebene wird [/en]E-Government[/en] als "Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in öffentlichen Verwaltungen in Verbindung mit organisatorischen Änderungen und neuen Fähigkeiten" definiert, "um öffentliche Dienste und demokratische Prozesse zu verbessern und die Gestaltung und Durchführung staatlicher Politik zu erleichtern."
Nach diesen sehr weit gefassten Begriffsbestimmungen sind auch die innerstaatlichen Aktivitäten im Bereich E-Government ausgerichtet - ein breites Betätigungsfeld also für die (Neu-)Gestaltung des Leistungsportfolios der Verwaltung.
Der Einsatz neuer Medien ermöglicht es den Behörden, Dienstleistungen über den traditionellen Weg hinaus einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Besonders das Internet hat zu einem qualitativen Fortschritt in der Kommunikation zwischen Amt und Bürgern beigetragen. Heute wird bereits eine Vielzahl an Informationen im Web angeboten. Die öffentliche Verwaltung geht schrittweise dazu über, alle Verfahrensschritte (Transaktionen) vom Antrag bis zur Erledigung eines Anbringens online anzubieten. Formulare brauchen in Zukunft nicht mehr heruntergeladen zu werden, sondern können gleich am Bildschirm ausgefüllt, elektronisch signiert und abgesendet werden. Erledigungen der Verwaltung, Bescheide und sonstige Schriftstücke müssen nicht mehr auf dem Postweg zugestellt werden. Sofern gewünscht, kann die Zustellung elektronisch erfolgen.

Was ist E-Government?
Übersicht E-Government vom Antrag bis zur Erledigung eines Anbringens (one stop Prinzip):
1. Internet-Portal: Informationen zu und Erledigung von Amtswegen (z.B. Help.gv.at, wien.gv.at)
2. Fachanwendung: elektronische Bearbeitung des Amtsverfahrens (z.B. elektronischer Akt, Zentrales Melderegister, Finanz Online)
3. Duale Zustellung: elektronische Zustellung der Amtspost (z.B. zustellung.gv.at)
Die elektronische Abwicklung von Amtswegen bringt nicht nur für die Bürgerinnen Veränderungen. Auch innerhalb der Verwaltung ist eine Reorganisation von Arbeitsabläufen und Kommunikationswegen erforderlich. Von den Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung wird dabei eine hohe Flexibilität im Umgang mit den neuen Technologien verlangt.
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Partizipation der Bürgerinnen
E-Government heißt aber nicht nur eine neuartige Kommunikation zwischen Bürger und Behörden. Die rasante Entwicklung des Internet und neuer Technologien schafft eine Reihe von innovativen Ansätzen für die Teilnahme von Bürgerinnen an demokratischen Entscheidungsprozessen. Speziell das Internet bietet die Chance einer stärkeren Einbindung der Bevölkerung zur Gestaltung unserer Gesellschaft:
- Internet Chats mit politischen Entscheidungsträgern können durchgeführt werden
- Bürgerbeteiligungsverfahren können einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden
- Diskussionsforen können gegründet werden
- Die Beteiligung an Konsultationsverfahren bei Gesetzesvorschlägen wird möglich
- Auch die elektronische Teilnahme an Wahlen ist für die Zukunft nicht mehr auszuschließen
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E-Government in Österreich
Im Rahmen der Neuausrichtung der IT-Strategie des Bundes wurde damals das IKT-Board, nun IKT-Bund genannt, eingerichtet. Aufgabe des IKT-Bund ist es, übergreifende Aspekte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zu regeln sowie die Abstimmung mit Projekten auf Landes-, Gemeinde- und Städte-Ebene vorzunehmen.
Die IKT-Bund Mitglieder wurden jeweils von den Bundesministerien nominiert. Geleitet wird das Board vom Chief Information Officer des Bundes, Prof. Dr. Posch, der dem Bundeskanzler kontinuierlich über seine Tätigkeiten berichtet. Die konkrete Durchführung der Projekte obliegt den Bundesministerien. Strategievorschläge werden von der IKT-Strategie des Bundes ausgearbeitet und dem IKT-Bund vorgelegt.
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One Stop Prinzip
Immer mehr setzt sich das Prinzip durch, eine einzige virtuelle Anlaufstelle (one stop shop) für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu schaffen. Diese werden zu den Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung über das jeweilige Behördenportal bzw. dem Amtshelfer herangeführt und können dadurch unnötige Behördenwege und Zeit sparen. Die Verwaltungskunden müssen im Vergleich zu früher auch nicht mehr Bescheid darüber wissen, wie die Zuständigkeitsverteilung innerhalb der betroffenen Behörde organisiert ist. Nach Herantreten der Bürgerin an das virtuelle Amt, werden die angestoßenen Verfahren verwaltungsintern automationsunterstützt an die zuständigen Stellen verteilt. Die Erledigung an die Bürger wird vom elektronischen Zustellservice an diese weitergeleitet.
Transparenz gewinnt in der öffentlichen Verwaltung immer mehr an Stellenwert. In Zukunft werden die neuen elektronischen Verfahren auch die Möglichkeit der Statusfrage beinhalten. Bürgerinnen und Bürger, die Verfahren bei einer Behörde laufen haben, können jederzeit elektronisch den Bearbeitungsstand ihres Verfahrens prüfen.
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Zugang aller zum Internet
Das Internet wird in unserem täglichen Leben immer wichtiger. Informationen können bequem aus der ganzen Welt heruntergeladen werden. Für den Kontakt mit Behörden bedeutet das Internet ebenfalls eine immense Erleichterung. Personen mit physischen Behinderungen brauchen nicht mehr mühsame Wege auf sich zu nehmen. Sie können unkompliziert online mit Behörden kommunizieren bzw. Informationen von den verschiedenen Portalen beziehen.
Online-Informationen, Formulare und Dienstleistungen müssen allen Personen zugänglich sein. Das bedeutet für die Behörden, dass sie Texte, die sie zur Verfügung stellen und sonstige Dienste einfach und Benutzerinnen- beziehungsweise Benutzerfreundlich gestalten müssen. Österreich hat sich im Rahmen der Europäischen Union dazu verpflichtet, die WAI-Leitlinien einzuhalten.
Mehr über die WAI-Leitlinien und die Umsetzungsaktivitäten in Österreich finden Sie unter:
Zugang aller zum Internet
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Weiterführende Informationen
Behörden im Netz - Das österreichische E-Government ABC
Zusammenfassung der wichtigsten Komponenten des österreichischen E-Government
Elektronische Amtswege
Was sind Online Verfahren?
E-Government Strategien
Begriffserklärung E-Government, Kurzübersicht über Hauptmerkmale und Strategien in Österreich
Nationale Rechtsgrundlage für die Rahmenbedingungen des österreichischen E-Government