Amtswege online

  1. Darum geht es
  2. Das Konzept "Bürgerkarte" als Basis für Online-Verfahren
  3. Antragstellung
  4. Elektronische Bezahlung
  5. Zustellung
  6. Weiterführende Informationen

Darum geht es

Online-Verfahren beziehungsweise Online-Transaktionen sind Amtswege und Behördenkontakte, die von Bürgerinnen und Bürgern elektronisch durchgeführt werden können. Sie sollen 7 Tage die Woche rund um die Uhr zugänglich sein.

Schematischer Prozess Amtswege online

Formularaufruf ausfüllen (XML, HELP.gv.at)
Signatur mit Bürgerkarte (www.buergerkarte.at)
E-Payment (EPS)
interne Bearbeitung (ELAK: www.elak.gv.at)
elektronische Zustellung (www.zustellung.gv.at)

Ausführliche Bildbeschreibung

Folgende Voraussetzungen sind für die reibungslose Abwicklung von Online-Verfahren erforderlich:

  • Online-Dienste müssen für alle Menschen leicht handhabbar, übersichtlich und gut zugänglich sein. Inhalte und Online-Dienste müssen daher so gestaltet werden, dass die Richtlinien der Web Accessibilty Initiative (WAI) berücksichtigt werden. Mit einem österreichweiten Formular-Styleguide werden Nutzerfreundlichkeit (Usability) und Zugänglichkeit (Accessibility) sichergestellt. Die Anpassung an Wünsche und Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer erfolgt kontinuierlich.
  • Userfreundliche Portale wie etwa HELP.gv.at müssen nach den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet sein (zum Beispiel Aufbau nach Lebenslagen wie etwa Geburt, Heirat) und erleichtern es so, Leistungen der Verwaltung in Anspruch zu nehmen.
  • Daten müssen sicher übertragen und verwahrt werden. Das ist durch unterschiedliche Maßnahmen sicherzustellen: beispielsweise durch Festlegen von Sicherheitsklassen bis hin zur Verschlüsselung.
  • Für Gebühren und Abgaben ist eine elektronische Zahlung mit Zahlungsbestätigung des Zahlungsinstituts an die Behörde erforderlich.
  • Es muss ein zuverlässiges Zustellservice zur Zustellung von Schriftstücken geben.
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Das Konzept "Bürgerkarte" als Basis für Online-Verfahren

Verwendet ein Verwaltungskunde in einem elektronischen Amtsweg seine Bürgerkarte oder Handy-Signatur, so kann er sich mit dieser vor der Behörde im Internet ausweisen, also eindeutig identifizieren und authentifizieren.

Das Konzept "Bürgerkarte" sieht vor, dass eine eindeutige Beziehung zwischen Bürgerkarte (Handy-Signatur) und Besitzer, die sogenannte Personenbindung, hergestellt wird. Die Handy-Signatur und die Bürgerkarte haben im Vergleich zu früheren Verfahren den Vorteil, dass nicht nur die Datensicherheit erhöht wird, sondern man muss sich auch nicht mehr eine Vielzahl von verschiedenen Passwörtern merken. Mit der Handy-Signatur oder Bürgerkarte hat jede Bürgerin und jeder Bürger einen "zentralen Schlüssel" in der Hand.

Detailinformationen dazu finden Sie unter 'Die Bürgerkarte'

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Antragstellung

Bürgerinnen und Bürger können mit Hilfe von elektronischen Formularen Anträge stellen. Diese Formulare stehen auf einem Verwaltungsportal bereit und können vielfach im Internet ausgefüllt werden.

Für zahlreiche Amtswege ist eine Identifizierung der Antragstellerin beziehungsweise des Antragstellers und damit eine Zuordnung des Verfahrens zur richtigen Person erforderlich. Handy-Signatur oder Bürgerkarte stellen in diesen Fällen eine eindeutige Identifikation in E-Government Verfahren sicher.

Um ein Höchstmaß an Datenschutz zu gewährleisten, wird dazu von der Behörde eine bereichsspezifische Personenkennzeichnung von der Stammzahl abgeleitet. Die Stammzahl selbst darf in keinem Verfahren gespeichert werden, sondern nur eine mathematisch unumkehrbare Ableitung derselben. Diese Ableitung wird aus der Stammzahl sowie einer eindeutigen Kennung des Verfahrens errechnet.

Detailinformationen dazu finden Sie unter 'Amtshelfer HELP.gv.at'

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Elektronische Bezahlung

Ein durchgängiges E-Government schließt die Bezahlung von Gebühren und Abgaben auf elektronischem Weg ein: Eine Überweisung muss auf elektronischem Weg sicher und unabstreitbar durchgeführt werden können. Daher wurde in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor die Spezifikation für eine elektronisch signierte Zahlungsbestätigung nach dem Standard EPS 2 entwickelt. Diese ermöglicht die unmittelbare Einbindung von Zahlungsvorgängen in Online-Verfahren.

Detailinformationen dazu finden Sie unter 'Elektronisch zahlen'

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Zustellung

Eine Online-Transaktion besteht nicht nur aus der Antragstellung, sondern auch aus der Zustellung der Erledigung durch die Verwaltung. Da eine Zustellung über eine bloße E-Mail nicht den Sicherheitsstandards entspricht, die von einer modernen Verwaltung erwartet werden, kann die Zustellung auch über die sogenannte "Elektronische Zustellung" erfolgen. Diese hat den Vorteil, dass die Übertragung sicher ist und dass auf die zugestellten Dokumente nur von den jeweils berechtigten Empfängern zugegriffen werden kann. Die Zustellung funktioniert über einen Zustelldienst, bei dem sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Bürgerkarte oder Handy-Signatur anmelden können.

Die Übermittlung vom Zustellservice an die Empfängerin beziehungsweise den Empfänger läuft folgendermaßen ab:

  1. Der Zustelldienst informiert die Bürgerin beziehungsweise den Bürger in elektronischer Form über das Einlangen eines elektronischen Schriftstückes.
  2. Im Rahmen der Abholung vom Zustellservice muss sich die Bürgerin beziehungsweise der Bürger mittels der Bürgerkarte oder, aufgrund einer besonderen Vereinbarung mit dem Zustelldienst, mit einer automatisiert ausgelösten Signatur anmelden.
  3. Die Abholung löst eine Empfangsbestätigung aus, die an die Behörde übermittelt wird.

Für Bürgerinnen und Bürger ist die elektronische Zustellung kostenlos.

Detailinformationen dazu finden Sie unter 'Elektronische Zustellung'

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Weiterführende Informationen

Zugelassene Zustelldienste