Elektronische Zustellung

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Allgemeines

Die elektronische Zustellung ist ein wesentlicher Bestandteil einer modernen und serviceorientierten Verwaltung. Auf Seite der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen wird die Abholung von zugestellten Dokumenten rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche, möglich. Das spart Zeit und erhöht den Komfort. Aber auch Behörden werden künftig von effizienteren Abläufen und sinkenden Kosten profitieren.

Prozess der elektronischen Zustellung zum Bürger.

Elektronische Zustellung: 1. Das Zustellstück trifft am Zustellserver ein. 2. Vom Zustellserver wird eine Verständigung zum Bürger per E-Mail geschickt. 3. Der Bürger loggt sich mit Bürgerkarte ein, die Übernahmebestätigung wird signiert. 4. Der Bürger kann die Nachricht speichern oder weiterleiten.

Eine einmalige – natürlich kostenfreie – Registrierung mit der Bürgerkarte bei einem elektronischen Zustelldienst genügt, um fortan behördliche Schriftstücke, unabhängig von Ort und Zeit, über das Internet empfangen zu können. Ist ein neues Schriftstück eingelangt, wird man davon unverzüglich per E-Mail informiert.

Ein nicht zu vernachlässigender Teil der behördlichen Kommunikation verlangt die nachweisliche Übergabe an den Empfänger. Dies geschieht bei der herkömmlichen Zustellung mittels RSa- oder RSb-Brief, indem sich die empfangende Person bei dessen Entgegennahme gegenüber der zustellenden Person beziehungsweise am Postamt ausweist und den sogenannten Rückschein eigenhändig unterschreibt. Die Empfangsbestätigung wird in weiterer Folge an den Absender rückübermittelt.

Die nachweisliche elektronische Zustellung erfordert eine qualitative Identifizierung und Authentifizierung des Empfangenden und muss mit einer hinreichenden Sicherheit und Vertraulichkeit geschehen. Diese Kriterien erfüllt der Empfangende mit der Bürgerkarte. Die Bürgerkarte ermöglicht eine eindeutige Identifikation sowie die sichere Authentifizierung und damit eine nachweisbare elektronische Übergabe. Mit der qualifizierten elektronischen Signatur der Bürgerkarte unterschreibt der Empfänger auch den elektronischen "Rückschein", der wiederum der Behörde rückübermittelt wird. Durch diese verlässliche Nachweisbarkeit unterscheidet sich die elektronische Zustellung von einer konventionellen E-Mail, bei welcher der Empfang einer Nachricht nur schwer nachweisbar ist.

Zudem ist es möglich, dass Zustelldienste auch nicht-behördliche Dokumente nachweislich elektronisch versenden können, wovon in den nächsten Jahren mehr und mehr privatwirtschaftliche Unternehmen profitieren könnten.

Ein elektronisch zugestelltes Dokument wird zumindest 14 Tage für die empfangende Person bereitgehalten. Eine unbefristete Speicherung der Dokumente kann einfach durch Setzen eines Häkchens beim Zustelldienst vereinbart werden, sofern dieser das Service anbietet. Damit bleiben alle zugestellten Schriftstücke gesammelt online in einem geschützten Bereich verfügbar.

Wie bei der konventionellen Zustellung auch, können vorübergehende Abwesenheiten wie Urlaub oder Krankenstand gemeldet werden. Während dieser Zeit werden keine Sendungen über den elektronischen Zustelldienst zugestellt. Verfahrensrechtliche Fristenläufe werden daher auch nicht ausgelöst. Zu beachten ist jedoch, dass diese Abwesenheitsmeldung nicht verhindert, dass über elektronische Kommunikationssysteme der Behörde oder in Papierform zugestellt werden kann.

Die elektronische Zustellung bietet die Möglichkeit, dass Schriftstücke auch im Urlaub rasch und bequem abgeholt werden können, da man mittels Internet praktisch überall in sein digitales Zustellpostfach Einblick hat.

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Weitere Informationen

Zugelassene Zustelldienste
Informationen zur Anmeldung zur elektronischen Zustellung sowie eine Liste der vom Bundeskanzler zugelassenen elektronischen Zustelldienste.