Verzeichnisdienst Online-Adressbuch der Bundesverwaltung (LDAP)

  1. Allgemeines
  2. Anforderungen an einen Verzeichnisdienst
  3. Weiterführende Informationen

Allgemeines

Die E-Government-Strategie der österreichischen Bundesregierung strebt eine vollständige Darstellung der Verfahren der öffentlichen Verwaltung in elektronischer Form an. Diese Verfahren umfassen sowohl die Abläufe zwischen Bürgerinnen Bürgern und Behörden (G2C) als auch die internen Abläufe zwischen Behörden (G2G).

In diesen Verfahren sind die Zuständigkeiten und Rechte von Personen und Organisationseinheiten wichtige Parameter. Der Verzeichnisdienst bildet diese Informationen in einer standardisierten Form ab und ermöglicht es Applikationen, über definierte Schnittstellen auf die Informationen zuzugreifen. Für den Abruf besteht eine verwaltungsinterne Sicht, die über das Intranet der österreichischen Verwaltung beziehungsweise den Portalverbund erreichbar ist. Weiters besteht eine vom Informationsumfang reduzierte, öffentlich zugängliche Sicht im Internet.

Der Aufbau eines zentralen Verzeichnisdienstes erfordert die Beteiligung aller Ressorts der Bundesverwaltung und die Lieferung der notwendigen Daten in einwandfreier Qualität, weil nur dann die angestrebte Akzeptanz dieses Dienstes erreicht werden kann.

Darüber hinaus ist die Einbindung der Länder-, Städte- und Gemeindeverwaltungen ein wichtiger Aspekt, da der Informationsgehalt für Bürgerinnen und Bürger und Verwaltungsbedienstete maßgeblich gesteigert und damit die Akzeptanz entsprechend verbessert wird.

Der Verzeichnisdienst soll als zentraler Anknüpfungspunkt für Personen im G2G und im G2C-Bereich dienen und stellt somit einen wesentlichen Systemdienst für das E-Government dar.

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Anforderungen an einen Verzeichnisdienst

Darstellung der Aufbaustruktur der erfassten Organisationseinheiten

Die Darstellung dieser Strukturen erfolgt heute für die Bundesverwaltung im Amtskalender und für andere Verwaltungsbereiche in ähnlichen Publikationen. Darüber hinaus erfolgt die Gestaltung auch in einer Vielzahl von unterschiedlich gestalteten Darstellungen auf den Webseiten der einzelnen Organisationen. Die Darstellung mittels Verzeichnisdienst führt zu einer einheitlich strukturierten und gleichmäßigen Visualisierung dieser Aufbaustruktur. Sie erleichtert damit den Benutzenden den Umgang mit diesen Verzeichnissen und erhöht die Transparenz der Verwaltung.

Verwaltung von Rechten und Eigenschaften

Sowohl Personen als auch Organisationseinheiten der Verwaltung haben Rechte und Eigenschaften, deren Wartung heute in vielen Fällen verteilt und in verschiedensten Applikationen erfolgt. Der Verzeichnisdienst bietet die systemimmanente Möglichkeit, den Verwaltungsaufwand für diese Rechte und Eigenschaften durch die Konzentrierung in einen Dienst deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus wird durch die Verknüpfung des Verzeichnisdienstes mit anderen Verwaltungsanwendungen (zum Beispiel der Personalverwaltungsapplikation) der Datenpflegeaufwand minimiert und gleichzeitig die Datenqualität verbessert.

Basis für eine Sicherheitsinfrastruktur

Der Verzeichnisdienst bietet die Plattform für die sichere Bereitstellung von Informationen über Rechte und Attribute, die zu Einrichtung und Betrieb der internen Sicherheit von Organisationen erforderlich sind. Diese Informationen erstrecken sich von der Integration der internen Benutzerverwaltung von Netzwerk-Betriebssystemen über die ressortübergreifenden Rechte an Portalen bis zur Verwaltung von Zertifikaten, sofern dies in Entsprechung der Anforderungen an das jeweilige Zertifikat zulässig ist.

Die dazu notwendige Strukturierung der ausgegebenen Informationen für ausschließlich interne Systeme oder die Beauskunftung über den internen Bereich hinaus wird von den Datenverantwortlichen festgelegt und im Verzeichnisdienst implementiert. Diese Regelung legt eindeutig fest, dass die Datenhoheit für alle Informationen im Verzeichnisdienst bei der Organisation verbleibt, die die Daten bereitstellt.

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Weiterführende Informationen