Elektronische Amtswege - Online-Verfahren

Was sind Online-Verfahren?

So genannte "Online-Verfahren" ermöglichen den Bürgerinnen, Bürgern und der Wirtschaft bestimmte Amtswege teilweise oder zur Gänze elektronisch durchzuführen. Beispielsweise kann man verschiedene Amtswege von zu Hause aus über das Internet vorbereiten. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, Informations- und Datensicherheit sicherzustellen.

Dieser Anspruch wurde bisher mit einem personenbezogenen Registrierungsvorgang erfüllt. Dazu wurden eine personenbezogene Benutzerkennung (User Identifier - UID) und ein ebensolches Passwort (PW), zur Identifizierung der Nutzer vergeben. Dies ist zwar als großer Fortschritt zu sehen, der aber durch die Vielzahl an erforderlichen und der ständig größer werdenden Anzahl an Passwörtern und Identifizierungscodes erheblich getrübt wird. Abgesehen davon, dass man sich die Benutzerkennungen (UID) und Passwörter (PW) merken muss, sind sie regelmäßig auch zu ändern, wenn man sicher sein will, dass die Informations- und Datensicherheit auf möglichst hohem Niveau erhalten bleibt. Trotzdem wird man nicht davor gefeit sein, dass Passwort und Kennung nicht doch einmal irgendwie ausgespäht werden können.

Die elektronische Signatur

Sie schafft Abhilfe und bietet Informations- und Datensicherheit auf höchstem Niveau. Mit der elektronischen Signatur könnten die vielen Benutzerkennungen und Passwörter, die wir alle bereits zu verwalten haben, der Vergangenheit angehören. Mit dem Wegfall, diese persönlichen Kennungen ständig administrieren zu müssen, wird die Abwicklung von elektronischen Behördenverfahren für jeden von uns erheblich erleichtert. Die Verwendung der elektronischen Signatur trägt weiters erheblich zur Sicherung des vorgeschriebenen Datenschutzes bei.

Der Vorteil für Anbringer, personenbezogen identifiziert an die Behörde heranzutreten, liegt in erster Linie in der einfacheren und bequemeren Durchführung des Anbringens. Darüber hinaus hat man durch die elektronische Signatur gleichzeitig die Gewissheit, dass Personen ohne Berechtigung der Zugriff zu den Daten beziehungsweise Verfahren nicht erlaubt ist. Die elektronische Signatur kann nur durch die Eingabe der PIN (Persönliche Identifizierungsnummer) ausgelöst werden. Gleichzeitig ist die PIN-Auslöse für die Behörde die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um dieselbe Person handelt, die mit der Behörde elektronisch Kontakt aufgenommen hat.

Datenschutz und Datensicherheit

Datenschutz und Datensicherheit werden von der öffentlichen Verwaltung sehr ernst genommen. Zur Erledigung von Anbringen auf elektronischem Weg ist die elektronische Signatur vorgesehen. Auf der Bürgerkarte (Chip z. B. auf der E-Card oder im Falle der Handy-Signatur am Hardware-Security-Modul am Server des Zertifizierungsanbieters) sind Vorname, Familienname, Geburtsdatum und Stammzahl abgelegt. Die Stammzahl ist eine Ableitung aus der ZMR-Zahl (das ist die Zahl des Zentralen Melderegisters, in das Bürger mit ordentlichem Wohnsitz in Österreich eingetragen sind). Von der Stammzahl darf aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr auf die ZMR-Zahl geschlossen werden können. Sie ist Ausgangsbasis für die Errechnung weiterer den Datenschutz gewährleistenden Kennzahlen, die nach Verwaltungsbereichen getrennt sind, nämlich den bereichsspezifischen Personenkennzeichen (bPK). Aufgrund dieses Systems der verschiedenen Kennungen ist der Datenschutz für Bürger gewährleistet.

Näheres dazu lesen Sie unter Stammzahl und bPK - Stammzahlenregister.