E-Government Strategie: Verfahren und Methoden in der Verwaltung

  1. Zielsetzung
  2. Leitbild
  3. Dokument

Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist in der öffentlichen Verwaltung mittlerweile zum Standard geworden. Damit verbunden stellt die Behörde an sich selbst neue Qualitätsansprüche. Bürgerinnen- und Bürgerfreundliche Serviceleistungen sowie die rasche Erledigung von Verfahren bei gleichzeitig hohem Datenschutzniveau gehören zu den Hauptmerkmalen einer effizienten Verwaltung.

Bürgerinnen und Bürger treten heute verstärkt über das Internet mit der Verwaltung in Kontakt, um Behördenwege abzuwickeln. Diese neue Art des Dialogs wirkt sich verwaltungsintern aus. Arbeitsabläufe müssen reorganisiert und neue Formen der Organsation gewählt werden.

Bürgerinnen und Bürger, die ihre Amtswege im Internet erledigen, müssen sicher sein, dass ihre Daten ausreichend geschützt werden. Unbefugte dürfen keinen Zutritt dazu haben. Die elektronische Signatur und in notwendigen Fällen die Verschlüsselung von Daten können dieses Sicherheitsbedürfnis zufrieden stellen.

Bürgerinnen bzw. Bürger und Unternehmen sollen nicht mit der inneren Komplexität der Verwaltungsrealität und auch nicht mit Zuständigkeitsfragen belastet werden. Virtuelle Anlaufstellen (One-Stop-Prinzip) sollen es in Zukunft leichter machen, Behördenwege einfacher als bisher erledigen zu können. Das Herumreichen von einer Behörde zur anderen wird damit der Vergangenheit angehören. Sie treten nur mehr mit einer Behörde in Kontakt, die sich um die gesamte Abwicklung des Anbringens kümmern muss, egal welche und wieviele andere Dienststellen daran beteiligt sind. Der Komfort steigt.

Zielsetzung

Automationsunterstützte Verfahren, die gut funktionieren sollen, erfordern ein gemeinsames Vorgehen durch die Verwaltungen. Standardisierte Abläufe und Systeme, die miteinander kommunizieren sind notwendig. Technische und organisatorische Vereinbarungen sind einzuhalten und gemeinsame Standards einzusetzen. Bei der Realisierung elektronischer Verfahren ist es daher zweckmäßig, bisherige Geschäftsprozesse zu analysieren und sofern nötig, neu zu strukturieren.

Die enge Kooperation zwischen den Behörden auf allen Ebenen führt zu wertvollen Synergien auf allen Ebenen. Infrastrukturen können gemeinsam genutzt und anfallende Arbeit und Kosten aufgeteilt werden. Ein koordiniertes Vorgehen bei der Entwicklung von einzelnen Verfahrensschritten trägt dazu bei, Doppelgleisigkeiten und Insellösungen zu vermeiden. Das Bundesvorgehensmodell zur Modellierung von IT gestützten Verwaltungsverfahren (IT-BVM) ist dafür ein geeignetes, qualitätssicherndes Werkzeug .

Wandlungsfähige und ständig besser werdende Technologien erfordern auch die kontinuerliche Aus- und Weiterbildung der in der Verwaltung Tätigen. Organisation und Weitergabe von Wissen und lebensbegleitendes Lernen sind wichtige Komponenten einer effizienten modernen Verwaltung.

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Leitbild

Interoperable Systemarchitekturen, sichere automatisierte Geschäftsprozesse, technologieneutrale Entwicklungen, strukturierte und standardisierte Prozessmodelle, Kostenbewußtsein, Integration existierender Methoden und Verfahren, Netzwerk- und Informationssicherheit und Change Management kennzeichnen die moderne und effiziente Verwaltung. Dazu gehört auch die Einbindung der Mitarbeitenden bei der Einführung neuer Technologien. Die veraltete "fragmentierte" Verwaltungsstruktur wird abgelöst durch ein kooperatives Verwaltungsmodell.

Serviceorientiertheit nach außen und innen sowie arbeitsteilige Entwicklung neuer Verfahren und Methoden zählen zu den wichtigsten Merkmalen einer zukunftsorientierten öffentlichen Verwaltung.

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Dokument

E-Government Strategien Teil II Methoden und Verfahren in der Verwaltung (PDF 146 kB)