Aktivitäten

  1. Weiterbildungsangebote an der Verwaltungsakademie des Bundes
  2. Accessibility und Usability Evaluierung der Webauftritte der Bundesministerien 2008
  3. Online ohne Ausnahme
  4. Barrierefreiheit 2007
  5. Frühere Aktivitäten der österreichischen Bundesverwaltung

In der österreichischen Verwaltung engagieren sich zahlreiche Organisationen sehr erfolgreich im Bereich der Barrierefreiheit von Webangeboten. Für das Bundeskanzleramt ist Barrierefreiheit ein zentrales Thema, die Kernbotschaft dabei lautet "Barrierefreiheit ist ein kontinuierlicher Prozess, der Schritt für Schritt gegangen werden muss".

Dabei geht es in erster Linie darum, Webangebote zur Verfügung zu stellen, die von allen Menschen in gleicher Weise einfach, rasch und komfortabel genutzt werden können. Das heißt bei allen Webauftritten des Bundeskanzleramtes wird besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit der Inhalte gelegt und laufend an weiteren Optimierungen gearbeitet. Ein Service ist zum Beispiel, dass wichtige Inhalte auch als Video in Österreichischer Gebärdensprache angeboten werden.

Weiterbildungsangebote an der Verwaltungsakademie des Bundes

Das Bundeskanzleramt erarbeitete in intensiver Abstimmung mit Barrierefrei-Expertinnen beziehungsweise -experten zielgruppen- und bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote im Bereich von barrierefreiem Webdesign und Online Redaktion. Diese Workshops werden als Unterstützungsmaßnahme für eine weitere Optimierung der öffentlichen Webangebote als Bestandteil des E-Governmentprogrammes an der Verwaltungsakademie des Bundes angeboten.

Detailinformationen zu den kostenlosen Weiterbildungsangeboten finden Sie auf den Webseiten der Verwaltungsakademie unter E-Government-Programm

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Accessibility und Usability Evaluierung der Webauftritte der Bundesministerien 2008

Als Folgeaktivität der Erhebung Barrierefreiheit 2007, haben sich Ende 2008 elf Ressorts an einer gemeinsamen Accessibility und Usability Überprüfung ihrer Webauftritte beteiligt.

Internationale Studien - wie beispielsweise die meAC Studie - zeigen, dass die Webseiten der EU Mitgliedstaaten noch lange nicht vollständig barrierefrei sind. Vor diesem Hintergrund war es besonders erfreulich, dass die Ressorts mit der Teilnahme an der Evaluierung einmal mehr unterstrichen, dass ihnen die ständige Verbesserung der Barrierefreiheit ein besonderes Anliegen ist.

Erstmalig wurde das Thema gemeinsam in dem Umfang aufgegriffen und durch externe Dritte evaluiert. Neu ist auch, dass das Thema der Barrierefreiheit zusammen mit der allgemeinen Benutzbarkeit überprüft worden ist.

In der Evaluierung finden sich aufschlussreiche Sichtweisen vieler Benutzendengruppen auf die Webauftritte der Ressorts wie auch Einschätzungen von Expertinnen und Experten. Am 18. Februar 2009 hat im Bundeskanzleramt ein Abschlussworkshop stattgefunden, den die teilnehmenden Ressorts genützt haben, um die Ergebnisse zu interpretieren und Handlungsweisen zur weiteren Verbesserung zu besprechen.

Das Kompetenznetzwerk Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen (KI-I) hat drei Endberichte (jeweils als PDF- und Word-Dokument) zur Verfügung gestellt:

Kontakt:
Bundeskanzleramt Österreich, Abteilung I/11
Dr. Gregor Eibl
Tel.: 01/53115-2539
E-Mail: gregor.eibl@bka.gv.at

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Online ohne Ausnahme

Das Bundeskanzleramt organisierte in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz am 26. November 2007 unter dem Titel "Online ohne Ausnahme" einen Tag der Barrierefreiheit im Internet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden bestehende Initiativen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Umsetzung von barrierefreien Webangeboten präsentiert und zum Erfahrungsaustausch eingeladen.

Detailinformationen zum Programm und den Inhalten dieser Veranstaltung finden Sie unter Tagung Online ohne Ausnahme

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Barrierefreiheit 2007

Um die Ziele des E-Government Gesetzes umzusetzen, ist dafür vorzusorgen, dass behördliche Internetauftritte spätestens bis 1. Jänner 2008 internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit auch hinsichtlich des barrierefreien Zugangs für behinderte Menschen einhalten. In Bereichen, wo dies noch nicht der Fall ist, ergibt sich daher für 2007 dringender Handlungsbedarf.

Das Bundeskanzleramt hat von Februar bis Juli 2007 in einer gemeinsamen Initiative mit allen Bundesministerien den aktuellen Umsetzungsstand zur Barrierefreiheit der Webangebote auf Bundesebene erhoben. Die Erhebungsergebnisse liegen nun vor und werden im
Erhebungsergebnisse Barrierefreiheit 2007 (DOC 464 kB) veröffentlicht. Diese Erhebung gibt einen Überblick über den Status quo, zeigt bestehende Handlungsfelder auf und stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zu barrierefreien Webangeboten der Bundesverwaltung dar.

Auf Basis der Erhebungsergebnisse werden in den einzelnen Bundesministerien konkrete Maßnahmen für die Verwirklichung der Barrierefreiheit erarbeitet und deren Umsetzung geplant. Die dabei abzudeckenden Handlungsfelder sind einerseits die Barrierefreiheit für künftige Software beziehungsweise Anwendungen sicher zu stellen, andererseits aber auch Verbesserungen bei bestehenden Lösungen zu erreichen.

Als gemeinsame Folgeaktivität hat das Gremium IKT-Bund beschlossen, eine Zielgruppen-orientierte und bedarfsgerechte Seminarreihe zur barrierefreien Gestaltung von Webangeboten zu konzipieren und an der Verwaltungsakademie des Bundes für alle Webverantwortlichen der Verwaltung anzubieten.

Weiter Informationen zur durchgeführten Erhebung finden Sie unter Barrierefreiheit 2007.

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Frühere Aktivitäten der österreichischen Bundesverwaltung

HELP.gv.at gewinnt die "Goldene BIENE2006"

Der offizielle Amtshelfer www.HELP.gv.at erfüllt seit 2005 höchste Zugänglichkeitsanforderungen. Das wurde durch die Auszeichnung mit dem goldenen BIENE-Award 2006 (Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten) eindrucksvoll bestätigt.

Mit der Überarbeitung des gesamten Bürgerportals im Jahr 2005 wurde eine Optimierung der Zugänglichkeit und Benutzbarkeit für alle Nutzenden von HELP.gv.at erreicht. Ziel war das Erreichen der höchstmöglichen Zugänglichkeit in Form einer Triple-A-Konformität nach WCAG (Web Content Accessibility Guidelines). 2006 wurde der im Jahr davor begonnene Weg mit einer weiteren Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit sowie einer Modernisierung des Designs erfolgreich fortgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie unter
HELP.gv.at-Auszeichnungen
HELP.gv.at-Hilfe
BIENE-Award

Statuserhebungen in der Vergangenheit

Auf Bundesebene wurde mit der Umsetzung der WAI-Leitlinien im Sommer 2001 begonnen. Ein erster Bericht über die Umsetzungsarbeiten in den Bundesministerien wurde im März 2002 erstellt und im Juni 2002 aktualisiert. Seit diesem Umsetzungsbericht im 2. Quartal 2002 gab es eine Reihe an weiteren Aktivitäten zur Umsetzung der WAI-Richtlinien in Österreich.

2004 wurden deutlich mehr Beiträge als im Jahr davor geliefert. Daraus ist zu schließen, dass die Bewusstseinsbildung bei den Web-Verantwortlichen weiter voranschreitet und sich die öffentliche Verwaltung immer mehr mit dem Thema WAI auseinandersetzt. Die Ressorts haben seit dem Umsetzungsbericht im 2. Quartal 2002 weitere Fortschritte aufzuweisen.

Erzielte Fortschritte
Benutzerfreundliche Webseiten, die möglichst vielen Personen zugänglich gemacht werden sollen, sind seit dem letzten Umsetzungsbericht zum Standard geworden. Es wird auf den logischen Aufbau der Web-Seite und die einfache Navigierbarkeit immer mehr Wert gelegt. Ebenso wird verstärkt versucht, einfache und navigierbare Texte zu produzieren, verständliche Links zu erzeugen, Informationen für Sehbehinderte durch entsprechende "Markierungen" (Tags) zu kennzeichnen und so weiter.

Es werden großteils Alternativen für Audio- und visuellen Inhalt bereitgestellt, auch Alternativen für Farbinformationen werden angeboten. Korrekte Markups und Stylesheets sind mittlerweile nahezu überall Standard. Die Kontrolle der Benutzenden über zeitgesteuerte Änderungen des Inhaltes ist nahezu vollständig erfüllt. Die Verwendung von geräteunabhängigen Designs setzt sich immer mehr durch - auch getrieben durch die zunehmende Mobilität der Nutzenden, die auch mit Handhelds, Mobiltelefonen und ähnlichem Informationen abrufen wollen.

Weitere Informationen finden Sie unter
Erhebung Barrierefreiheit 2007, Endbericht - Version 1.3 (DOC 464 kB)
Erhebung Barrierefreiheit 2007, Endbericht - Version 1.3 (PDF 260 kB)
Überblick über die derzeitige Situation auf Bundesebene, Handlungsfelder und Handlungsbedarf.

WAI Umsetzungsbericht, 30.4.2004 (PDF 199 kB)
Dieser Bericht gibt einen Überblick über die Umsetzungsarbeiten im Jahr 2003.

WAI Umsetzungsbericht, 2. Quartal 2002 (PDF 126 kB)
WAI-Umsetzung in der österreichischen Bundesverwaltung, Juni 2002.