Drei Stufen der Beteiligung: informativ, konsultativ und kooperativ

Intensitätsstufen der Öffentlichkeitsbeteiligung

3 Intensitätsstufen der Öffentlichkeitsbeteiligung

Intensitätsstufen der Öffentlichkeitsbeteiligung (© Quelle: Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung, 2008)

Stufe 1: Informative Öffentlichkeitsbeteiligung (Information)

Die Beteiligten erhalten Informationen über die Planung oder Entscheidung. Sie haben jedoch keinen Einfluss darauf. Die Kommunikation verläuft nur in eine Richtung, nämlich von der Verwaltung zur Öffentlichkeit.

Stufe 2: Konsultative Öffentlichkeitsbeteiligung (Stellungnahmen)

Die Beteiligten können zu einer gestellten Frage oder einem vorgelegten Entwurf Stellung nehmen. Sie können damit die Entscheidung beeinflussen, wobei der Grad der Einflussnahme sehr unterschiedlich sein kann. Die Kommunikation verläuft wechselseitig, von der Verwaltung zur Öffentlichkeit und wieder zurück, sowie unter Umständen noch einmal zurück zur Öffentlichkeit, wenn zum Beispiel eingelangte Stellungnahmen beantwortet werden. Stellungnahmen können auch in einer frühen Phase des Beteiligungsprozesses eingeholt werden, beispielsweise über Befragungen. Auch kontinuierliche, beispielsweise vierteljährliche Dialoge mit ausgewählten Zielgruppen zum Informationsaustausch zählen zur konsultativen Öffentlichkeitsbeteiligung.

Stufe 3: Kooperative Öffentlichkeitsbeteiligung (Mitbestimmung)

Die Beteiligten können bei der Entscheidung mitbestimmen, zum Beispiel an runden Tischen, bei Mediationsverfahren oder bei Stakeholderprozessen. Der Grad der Einflussnahme ist groß und kann bis zur gemeinsamen Entscheidungsfindung mit den politischen Entscheidungstragenden reichen. Die Kommunikation zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit ist intensiv.