20.11.2009
eGovernment EU Benchmark 2009

"Österreich weiterhin im europäischen E-Government Spitzenfeld"

Im Rahmen der 5. E-Government Ministerkonferenz vom 18. bis 20. November 2009 in Malmö/Schweden wird das neue E-Government EU-Ranking präsentiert. Die 8. Erhebung der "Online Verfügbarkeit der Dienstleistungen der öffentlichen Hand" bestätigt erneut die Vorreiterrolle Österreichs in Europa. Österreich ist seit 2006 an der Spitze der EU-Länder und erreicht 100 Prozent beim Indikator "full online availability". 2009 erreichen Malta, Portugal und das Vereinigte Königreich erstmalig ebenfalls 100 Prozent.

Die webbasierte Untersuchung der EU wurde 2009 zum achten Mal durchgeführt. Dabei wurden vom Beratungsunternehmen Cap Gemini mehr als 10.000 öffentliche Webseiten untersucht und bewertet. Im Jahr 2002 wurden von der EU Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten 20 Basisdienste, 12 für Bürger und 8 für Unternehmen, als Kernangebot von E-Government definiert und der Fortschritt beim Ausbau danach regelmäßig analysiert.

Staatsekretär Dr. Ostermayer: "Im Vordergrund muss eine Reduktion der Verfahrensdauer bei klarer Definition der Qualität der Leistungserbringung sein. Österreich setzt bei der Effizienzsteigerung einen Schwerpunkt auf Lösungen mittels one-Stop Verfahren. Wir haben mit dem Portal HELP.gv.at und dem personalisierten Portal MyHELP.gv.at eine zentrale elektronische Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Unternehmensserviceportal, das Anfang kommenden Jahres in Betrieb geht, werden wir ein maßgeschneidertes Angebot für Unternehmen anbieten. Damit wird für Unternehmen ein One-Stop-Shop zu Verfahren und Informationen der Verwaltung angeboten, ähnlich wie Help.gv.at für Bürger. Es wird dazu beitragen Verwaltungslasten zu senken und spürbare Einsparungen für Unternehmen zu bewirken."

Etwa 4,6 Mio Anwender fragen jährlich 31 Mio Seiten in HELP.gv.at rund um die Uhr ab. Umgelegt auf ein Amt wären das ca. 560 Schalter, die 8 Stunden am Tag das ganze Jahr lang parallel Kundenanfragen abarbeiten würden. Zirka 1.000 Anfragen pro Monat werden individuell durch Experten beantwortet, über 1.000 Formulare stehen zum Download zur Verfügung, über 350 Verfahren können direkt online erledigt werden.

Beim Indikator "Benutzerorientiertes Portal-Design" erreicht Help.gv.at im neuen EU-Benchmarking 100 Prozent aufgrund seiner Strukturierung nach Lebenslagen, Zielgruppen und Themengebieten. MyHelp.gv.at wird bei den Entwicklungstrends als Vorzeigebeispiel für die Personalisierung von Angeboten hervorgehoben. Bezüglich Barrierefreiheit werden Österreichs Bemühungen und Spitzenwerte besonders hervorgestrichen. Einzig die Niederlande erreichen ebenfalls die höchste Stufe beim Accessibility-Test.

Rückfragehinweis:
Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt
Tel.: +43 1 53115 2558
E-Mail: christian.rupp@bka.gv.at

Fotoimpressionen und Dokument

Peter Reichstädter und Gregor Eibl erhalten die Urkunde von Professor Posch.

Professor Posch, CIO des Bundes, mit den Finalisten "MyHELP.gv.at" aus dem Bundeskanzleramt.

Professor Posch übergibt Urkunde an die Projektveranwortlichen aus dem Bundesministerium für Justiz.

Professor Posch, CIO des Bundes, mit den Finalisten "IT-Anwendung für grenzüberschreitende" Mahnverfahren aus dem Bundesministerium für Justiz.

Ministerial Declaration on eGovernment, approved unanimously in Malmö, Sweden, on 18 November 2009 (PDF 209 kB)