28.01.2011
PEPPOL sucht Partner zur Unterstützung der Pilot-Implementierung

Das Projekt PEPPOL (Pan European Public Procurement Online) hat einen Aufruf zu Anträgen für einen Kooperationspartner gestartet. Dieser neue Partner soll in der verbleibenden Pilot-Implementierungsphase das Projekt unterstützen. Einsendeschluss für Anträge ist der 1. März 2011. Für den neuen Partner ist ein Gesamtbudget in Höhe von bis zu 2 Millionen Euro vorgesehen, wobei das Budget zu 50% bzw. in Höhe von bis zu 1 Million Euro von der Europäischen Kommission gefördert wird. Der Partner hat einen Beitrag in gleicher Höhe bereitzustellen.

PEPPOL soll zu DER Basis für E-Procurement in Europa werden. Von nun an soll durch eine stetig wachsende Anzahl von „Produktionspiloten“ bis Jahresmitte eine vernetzte Community zwischen den PEPPOL-Mitgliedern entstehen, welche die Durchführung von Echt-Transaktionen ermöglicht. Dieser Prozess wird durch die wachsende Anzahl von Piloten unterstützt. Bis Jahresende soll deren Zahl so weit gestiegen sein, um sämtliche Beschaffungsvorgänge – auch mit Nicht-PEPPOL-Mitgliedern – sicherzustellen. Mitte 2012 soll die Rekrutierung neuer PEPPOL-Teilnehmer von selbst durch marktgetriebene Anpassung erfolgen.

Vom neuen Kooperationspartner wird erwartet, die Verbreitung von PEPPOL voranzutreiben und auch Nicht-PEPPOL-Mitglieder in die Pilotphase zu integrieren. Der neue Partner wird für zwölf Monate – von Mai 2011 bis April 2012 (die sechs-monatige Verlängerung bedarf noch einer Genehmigung durch die Europäische Kommission) – mit dem bestehenden PEPPOL-Team die technische Entwicklung, den Betrieb und die Rekrutierung von weiteren Piloten vorantreiben. Die Hauptaufgaben des neuen Kooperationspartners sind:

  • Koordination und Unterstützung der Konfiguration, als auch Betrieb und Monitoring der Pilot-Projekte;
  • Bereitstellung technischer Unterstützung für das für Pilotenrekrutierung zuständige Team;
  • Koordination und Unterstützung der Entwicklung und Vernetzung von Piloten mit rekrutierten E-Procurement-Communities , öffentlichen Stellen und Unternehmen, die in die Pilotierung eingebunden sind;
  • Proaktive Unterstützung der rekrutierten E-Procurement-Communities, damit diese sowohl Geschäfts- als auch Organisationsziele durch die PEPPOL-Anbindung erreichen.

Es wird erwartet, dass der neue Kooperationspartner aus dem privaten Sektor kommt, wobei es sich sowohl um ein Unternehmen als auch um ein Konsortium handeln kann. Im Falle eines Konsortiums – das auch aus privaten und öffentlichen Organisationen bestehen kann – ist jedoch ein Partner als „Hauptansprechpartner“ für PEPPOL zu definieren. Für den neuen Partner ist ein Gesamtbudget in Höhe von bis zu 2 Millionen Euro vorgesehen, wobei das Budget zu 50% bzw. in Höhe von bis zu 1 Million Euro von der Europäischen Kommission gefördert wird, der Partner hat einen Beitrag in gleicher Höhe bereitzustellen. Einsendeschluss für Anträge ist der 1. März 2011. Am 1. Februar wird es ein Online-Informationsmeeting zum „Call for Proposal“ geben.

Bitte besuchen Sie www.peppol.eu/peppolcall1 um alles zum „Call for Proposal“ vollständig zu lesen und um alle unterstützenden Dokumente zum Download zu finden.

Hintergrund
Das Large Scale Projekt-PEPPOL der Europäischen Kommission, das im Rahmen des CIP Programms umgesetzt wird, ist eine bedeutende grenzüberschreitende E-Procurement-Initiative mit dem Ziel, standardisierte IT-Infrastruktur und Services bereitzustellen, um pan-europäische öffentliche Beschaffungsverfahren online abzuwickeln. PEPPOL unterstützt die Implementierung von effizienten Transaktionen und öffentlicher Beschaffung, indem es den Weg für bewährte Verfahren in Bezug auf inhaltliche Standards, gemeinsame Prozesse und einer offenen Infrastruktur zum Austausch quer durch Europa ermöglicht.

So kann PEPPOL maßgeblich dazu beitragen, Verwaltungskosten zu reduzieren und die Sparpläne der nationalen Regierungen zu unterstützen.

PEPPOL wird den elektronischen Austausch von Aufträgen, Rechnungen und Katalogen zwischen Auftraggebern und Lieferanten in verschiedenen Mitgliedstaaten oder E-Procurement-Communities erleichtern. Dies beinhaltet auch die Klassifikation von Waren und Leistungen und die Übermittlung von Nachweisen, welche Lieferanten für die Angebotsabgabe benötigen. Die Gültigkeit von elektronischen Signaturen, die von Zertifizierungsstellen in ganz Europa ausgestellt werden, wird auch adressiert.

Viele europäische Länder haben bereits erfolgreich elektronische Plattformen in ihren öffentlichen Verwaltungen etabliert, um so Auftragsvergaben im öffentlichen Sektor einfacher und effizienter zu gestalten. Während die Akzeptanz dieser Systeme wächst, werden die meisten dieser Lösungen ausschließlich auf einer nationalen oder gar regionalen Ebene implementiert, mit sehr beschränktem Zugang zu anderen, grenzüberschreitenden Lösungen. PEPPOL wird die Anbindung zu bestehenden E-Procurement-Communities verbessern und dem privaten Sektor ermöglichen, Angebote für Aufträge des öffentlichen Sektors EU-weit abzugeben. Ein wichtiger Schritt in Richtung eines Europäischen Binnenmarktes.

Weitere Details finden Sie hier: www.peppol.eu.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte:
Herrn Enrique Vich,
Peppol Marketing, BMF
Enrique.Vich@bmf.gv.at