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EU-Benchmark 2018

Österreich bei eGovernment in europäischer Spitzengruppe auf 6. Rang von 34 Ländern – Heimische Lösungen als best practice – Verbesserungspotential bei mobilen Angebot

Österreich belegt im heute veröffentlichten eGovernment-Benchmark der Europäischen Kommission den sechsten Platz von 34 untersuchten Ländern. Heimische E-Government-Lösungen wie FinanzOnline oder Justiz 3.0 werden als Best Practices für ganz Europa genannt. So werden etwa bei FinanzOnline die medienbruchfreie Bearbeitung, die Plattformlösung und die Einbindung der Handy-Signatur hervorgehoben. „Österreich liegt bei der elektronischen Verwaltung im Spitzenfeld und unter den innovativsten Ländern Europas. Der klassische Weg zum Amt wird weiterhin möglich sein, aber die Bürgerinnen und Bürger erwarten sich zurecht auch ein qualitatives digitales Beratungsangebot. Wir wollen Österreich hier langfristig in der Gruppe der besten Länder positionieren und Vorreiter für mobile Amtswege sein", so Digitalministerin Margarete Schramböck. Vor Österreich liegen im Benchmark-Gesamtranking Malta, Dänemark, Schweden, Estland und Norwegen.

Bei der Gesamtbewertung der Mobiltauglichkeit von E-Government-Services belegt Österreich einen Platz im guten Mittelfeld. „Die Nutzer sind durch den privaten Bereich innovative Lösungen auch am Smartphone gewöhnt und die Verwaltung muss hier aufholen. Das öffentliche Serviceangebot muss mit den Entwicklungen der Technologie zumindest mithalten. Daher bauen wir das electronic zum mobile Government um. Das Amt der Zukunft ist digital, orts- und zeitunabhängig und serviceorientiert", verweist Schramböck auf die derzeit laufenden Arbeiten für die Online-Plattform oesterreich.gv.at, die den Bürgerinnen und Bürgern ab März 2019 als zentrale Anlaufstelle für die wichtigsten digital verfügbaren Verwaltungsleistungen dienen wird. Bereits bestehende Plattformen wie der Amtshelfer HELP.gv.at oder das Rechtsinformationssystem RIS.gv.at werden dazu in oesterreich.gv.at eingebunden. Neben erleichterten Zugangsmodalitäten (Single-Sign-On) und verbesserter Benutzerfreundlichkeit steht vor allem die Kompatibilität mit unterschiedlichen mobilen Endgeräten im Fokus. Im Endausbau soll es möglich sein, Behördenwege via App auf einem zentralen Internetportal schnell und einfach zu erledigen. Um die legistischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, wurde gestern im Ministerrat in einem Digitalisierungspaket die Novellierung von elf Gesetzen beschlossen.

Der "eGovernment Benchmark" der Europäischen Kommission untersucht jährlich digitale Verwaltungsservices (E-Government) in den 28 EU-Mitgliedsändern sowie in Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei. Als Grundlage für den Vergleich dienen die aus der Digitalen Agenda der Europäischen Union entnommenen Indikatoren Nutzerzentriertheit, Transparenz, grenzüberschreitende Mobilität und technologische Schlüsselelemente für eine Online-Serviceabwicklung. Diese vier zentralen Indikatoren werden jährlich rollierend anhand von einzelnen Lebenslagen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen untersucht, die eine Interaktion mit öffentlichen Stellen notwendig machen. Heuer wurden die Lebenslagen normale Wirtschaftsaktivität, Umzug, Kauf und Fahren eines KFZ sowie der Start eines Bagatellverfahrens unter 2000 Euro untersucht.

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