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"Open Government Data"-Screening im Bund

Bericht zu potentiell OGD–fähigen Datensätzen publiziert

Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018 wurde die Zielsetzung festgehalten, bis Ende 2020 alle Daten der öffentlichen Verwaltung nach Möglichkeit als Open Data zur Verfügung zu stellen. Im Projekt "Screening verfügbarer Datenbestände auf Open-Data-Tauglichkeit (Kurztitel: "OGD Screening 2017")" wurden von Juni bis Mitte September 2017 Daten der 13 Bundesministerien, sowie 3 nachgeordneter beziehungsweise ausgegliederter Dienststellen (Umweltbundesamt, Österreichisches Patentamt und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) auf ihre Open-Data-Tauglichkeit geprüft. Der vorliegende Bericht enthält eine Zusammenfassung, eine Erklärung zum Erhebungsprozess, die Ergebnisse aus den Ministerien und abschließende Empfehlungen.

Die Erhebung steuerte das Bundeskanzleramt. Die Chief Information Officer (CIO) beziehungsweise IT-Leiterinnen und IT-Leiter übernahmen die interne Koordination im jeweiligen Ministerium. Begleitet wurde das Projekt vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ).

Erfasst wurden insgesamt 711 Datensätze. 382 Datensätze wurden dabei mit 30 Punkten und mehr bewertet, haben in keinem Ausschlusskriterium null Punkte erhalten und in der Spalte "Veröffentlichung gewünscht" wurde nicht "nein" oder "unklar" angegeben. Diese Datensätze erscheinen auf jeden Fall als für die Veröffentlichung geeignet. Weitere 161 Datensätze enthalten zwischen 20 und 30 Punkten, erscheinen aus Sicht der Bewertung aber ebenso für eine Veröffentlichung geeignet. Die übrigen Datensätze sind noch unklar und müssen weiter überprüft werden oder wurden, etwa aufgrund datenschutzrelevanter Fragen, als nicht für eine Veröffentlichung bestimmt eingestuft.

Die größten Themenbereiche sind

  • Umwelt,
  • Bildung und Forschung,
  • Land- und Forstwirtschaft,
  • Verwaltung und Politik sowie
  • Gesundheit.

Unter den genannten Datensätzen, die auch für eine Veröffentlichung bestimmt sind, finden sich etwa

  • Messwerte zu Luftgüte, Ozon, Luftschadstoffen und Treibhausgasen,
  • Seismogramme,
  • Klimareferenzkarten,
  • die Breitbandversorgung in Österreich,
  • die Verteilung meldepflichtiger Krankheiten nach Bezirken,
  • Berichte zur Drogensituation in Österreich,
  • Aufgriffe gefälschter Waren oder
  • die Gletscher-Massenbilanz und andere meteorologische Daten.

"Das Screening zeigt, dass es in den einzelnen Ressorts noch Möglichkeiten gibt, um einen bestehenden Datenschatz zu heben", so Staatssekretärin Muna Duzdar. "Open Data bietet einen wesentlich Beitrag zu mehr Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeit. Gleichzeitig fördert Open Data Innovation und hat einen positiven Effekt auf die Wertschöpfung, indem es die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ermöglicht und vorhandene Ressourcen effizient nutzt. Österreich sollte weiterhin, soweit wie möglich, die Möglichkeiten von Open Data nützen. Neben der Verwaltung ist auch die Privatwirtschaft gefordert, hier die entsprechenden Schritte zu setzen."

Basierend auf den Ergebnissen werden der nächsten Bundesregierung beziehungsweise den zuständigen Ministerinnen und Ministern unter anderem folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Erstellen eines Veröffentlichungsplans,
  • Klären von Unklarheiten,
  • begleitende Schulungsmaßnahmen und
  • Einbinden der nachgeordneten und ausgegliederten Dienststellen sowie der großen Register.

Der Gesamtbericht steht unter einer Creative-Commons-Lizenz gemeinsam mit den Rohdaten unter data.gv.at zur Verfügung: "OGD Screening 2017".

Rückfragehinweis:
Markus Stradner
Bundeskanzleramt – Büro Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar
Pressesprecher der Staatssekretärin
Telefon: +43 1 531 15-20 40 65
Mobil: +43 664 885 40 022
E-Mail: markus.stradner@bka.gv.at