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E-Government-Strategie des Bundes

Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen erwarten sich heute von der öffentlichen Verwaltung eine rasche Abwicklung ihrer Behördenverfahren. Im Zeitalter von E-Mail, Internet und digitaler Signatur sollen lange Wartezeiten, aufwendiger Papierkram und undurchsichtiger Behördendschungel bald der Vergangenheit angehören. Die E-Government-Strategie sichert eine effiziente Umsetzung von elektronischen Behördendiensten.

Zielsetzungen

"Alle Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen müssen sämtliche Verfahren der öffentlichen Verwaltung einfach und rasch ohne besondere Kenntnisse von Zuständigkeiten und ohne technisches Spezialwissen elektronisch ausführen können."

Um dieses Ziel umsetzen zu können, muss die öffentliche Verwaltung nicht nur die Kommunikationswege mit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen an die neuen elektronischen Medien anpassen. Auch Verwaltungsintern müssen bisherige Geschäftsprozesse verbessert oder teilweise neu modelliert werden.

"Die österreichischen E-Government Strategien basieren auf der Einbindung aller Akteure und der engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Städten und Gemeinden. Nur durch eine erfolgreiche Kooperation aller Partner können vorhandene Ressourcen effizient eingesetzt und Synergieeffekte erzielt werden."

Dieses Ziel der E-Government-Strategien trägt dem föderalen Prinzip Rechnung. Kompetenzen und Zuständigkeiten sind auf verschiedenste Ebenen verteilt. Effizienz und Transparenz der öffentlichen Verwaltung sollen dadurch aber nicht beeinträchtigt werden. Rasche Erledigung und Bearbeitung von Verfahren bedeutet, dass involvierte Behörden besser zusammenarbeiten müssen. Die Kommunikation untereinander muss optimiert werden, unabhängig auf welcher Ebene sie erfolgt. Um Informationen, die zum Beispiel für die Genehmigung von Verfahren notwendig sind austauschen zu können, sind die technischen Systeme, die miteinander kommunizieren müssen aufeinander abzustimmen. Gemeinsame Standards müssen verwendet werden.

Herausforderungen

Bei der Umsetzung von E-Government ist ein koordiniertes Vorgehen unbedingt notwendig. Prinzipien wie Datenschutz, Informations- und Netzwerksicherheit, Transparenz und Zusammenarbeit müssen berücksichtigt werden, geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen sind geschaffen. Nun gilt es einerseits Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen an die elektronischen Behörden-Services heranzuführen. andererseits sind innerhalb der Verwaltung einheitliche technische Standards und die Abstimmung der Prozessabläufe zentrales Erfolgskriterium.

Voraussetzungen für ein erfolgreiches E-Government

  • effizientes Service, Transparenz und Kundenorientierung
  • Reorganisation von Arbeitsabläufen und Kommunikationswegen
  • Schaffung universaler Anlaufstellen (One-Stop-Shop-Prinzip)
  • ein flexibles, interaktives, schnelles und sicheres Verwaltungssystem
  • gemeinsames Vorgehen und Kooperation der Verwaltungen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden
  • Interoperabilität und offene Schnittstellen

Modulartiger Aufbau

Die E-Government-Strategien setzt sich modulartig zusammen:

  • E-Government-Strategie Teil I: Online-Verfahren
    Der Teil I befasst sich mit Online Verfahren aus der Sicht der Benutzenden und beschreibt Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Umsetzung von Online Verfahren für Bürgerinnen und Bürger.
  • E-Government-Strategie Teil II: Methoden und Verfahren
    Der Teil II konzentriert sich auf Methoden und Verfahren innerhalb der Verwaltung.
  • Entwicklung von Modulen für Online-Applikationen (MOA)
    Die Module für Online-Applikationen werden den Verwaltungen vom Bundeskanzleramt zur Verfügung gestellt.
  • Muster-Applikationen
    stehen öffentlichen und privaten Anwendern offen.