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Government Internet eXchange (GovIX)

Österreichweit haben Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung einen steigenden Bedarf an einer gemeinsamen, leistungsfähigen und betriebssicheren Informations- und Telekommunikations-Infrastruktur. Da die Kommunikation zwischen diesen Einrichtungen auf dem Internet Protokoll (IP) basiert, kann ein behördenspezifischer Internet Exchange eine effiziente Grundlage dafür bilden und der gezielten Optimierung dieses Datenverkehrs dienen. GovIX steht für "Government Internet eXchange" und stellt eine gemeinsame, komplementäre und verteilte Peering-Infrastruktur für den österreichischen Behördenbereich dar. Der GovIX bietet die Möglichkeit der Bündelung von IT-Kommunikation der öffentlichen Verwaltung und bildet die Grundlage für zukünftige Entwicklungen auf diesem Sektor. Er dient seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits zur Optimierung von IP-Verkehrsströmen und ermöglicht darüber hinaus eine IP-basierte Kommunikation der öffentlichen Verwaltung auch im Falle von Beeinträchtigungen ihrer Internet Anbindungen.

Der GovIX versteht sich nicht als kommerzieller Internetprovider. Er bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Infrastruktur zum Austausch von Behördeninformation nach dem Fair-Use-Prinzip. Vor der Inbetriebnahme von besonders bandbreitenintensiven Applikationen (zum Beispiel Datenspiegelung, Multi-Media-Anwendungen etc.) über die GovIX-Infrastruktur sind die betroffenen Teilnehmer und Betreiber zu informieren. Eine Inanspruchnahme des GovIX außerhalb dieses Aufgabenspektrums ist nicht zulässig.

Etliche diesem Bereich angehörende Einrichtungen sind bereits seit vielen Jahren Teilnehmer am österreichischen Wissenschaftsnetz ACOnet, das seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine service-neutrale, glasfaserbasierte, österreichweite Datennetz-Infrastruktur zur Verfügung stellt. ACOnet wird seit 1992 als gemeinsame, nicht gewinnorientierte Infrastruktur durch den Zentralen Informatikdienst der Universität Wien in Kooperation mit anderen Organisationen betrieben. Im Sommer 2007 wurde der GovIX Pilotbetrieb, initiiert durch das Bund-Länder-Städte-Gemeinden-Gremium, aufgenommen. Mit Herbst 2010 ging dieser in den Produktivbetrieb über. Der Service wird gemeinsam von ACOnet, BKA, GovCERT und der Stadt Wien (MA14) betrieben. Es steht damit der öffentlichen Verwaltung (insbesondere Ministerien und Landesregierungen) ein österreichweites Peering-VLAN am ACOnet Backbone sowie BGP Route-Server und eine DNS-Infrastruktur (GovDNS) zur Verfügung.

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