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E-Government-Musteranwendung

Wie sollte ein Online-Verfahren aufgebaut sein?

Nachhaltige E-Government-Lösungen müssen modular aufgebaut sein, um im Bedarfsfall einen Baustein gegen einen neueren auszutauschen. Rasch und kostengünstig kann so auf geänderte Rahmenbedingungen, seien sie organisatorischer, technischer oder rechtlicher Natur, reagiert werden.

Die meisten E-Government-Verfahren laufen nach dem gleichen Muster ab. Denn egal, ob man eine Meldebestätigung bestellt, einen Strafregisterauszug oder eine Wohnbauförderung beantragt, der Ablauf ist größtenteils ident:

Ein elektronischer Antrag wird direkt am Bildschirm der Nutzerin oder des Nutzers erstellt, elektronisch signiert und an die Behörde übermittelt. Fallen Kosten an, werden diese elektronisch bezahlt. Wird ein Antrag genehmigt, kann das von der Behörde signierte Dokument elektronisch an den Antragstellenden zugestellt werden. Dies gilt auch für Dokumente, die nachweislich (RSa, RSb) zuzustellen sind. Eine Transaktion beinhaltet immer wiederkehrende Basiselemente:

  • elektronisches Formular,
  • elektronische Signatur,
  • elektronische Zahlung,
  • behördliches Signieren/Amtssignatur und
  • elektronische Zustellung.

Um Behörden und Ämter den Schritt in Richtung E-Government zu erleichtern, wurde ein Musterverfahren entwickelt. Dieses Verfahrens zeigt, wie die einzelnen E-Government-Komponenten in ihrer Gesamtheit umgesetzt werden können.

Die wichtigsten Bausteine jedes elektronischen Verfahrens

  1. Antragsformular online im Web ausfüllen. (Im Falle der Meldebestätigung ruft man das Online-Formular auf der Webseite des virtuellen Amtshelfers, HELP.gv.at, auf.)
  2. Das Formular direkt am PC ausfüllen.
  3. Sie werden mittels Ihrer Handy-Signatur (Bürgerkartenfunktion am Mobiltelefon) oder Ihrer kartenbasierter Bürgerkarte (zum Beispiel auf der E-Card) eindeutig identifiziert und authentifiziert.
  4. Das vollständige Formular samt Information über die anfallenden Kosten wird angezeigt.
  5. Das ausgefüllte Formular durch Eingabe des Signatur-PINs mit der kartenbasierten Bürgerkarte bzw. des TAN-Codes mit dem Mobiltelefon (Handy-Signatur) unterschreiben.
  6. Die Zahlungsmethode (Paybox, Internetbanking) auswählen und Überweisung elektronisch tätigen.
  7. Im Mailprogramm wird Ihnen angezeigt, dass ein Dokument (zum Beispiel beantragte Meldebestätigung) im elektronischen Zustellpostfach abgeholt werden kann.