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Österreichische Strategie für Cyber Sicherheit (ÖSCS)

Die "Österreichischen Strategie für Cyber Sicherheit" bildet das Fundament für eine gesamtstaatliche Zusammenarbeit: eine operative Cyber-Koordinierungsstruktur, regelmäßigen Informationsaustausch sicherzustellen, die Situation im Cyber-Raum laufend beobachten, bewerten und gemeinsame Maßnahmen festlegen.

Broschürencover
Cover Österreichische Strategie für Cyber Sicherheit 2013

In Österreich nutzen rund drei Viertel der Bevölkerung regelmäßig das Internet, die Hälfte bereits täglich. Insbesondere die Wirtschaft ist sehr stark von einer funktionierenden digitalen Infrastruktur abhängig. Auch für die öffentliche Verwaltung ist das Internet eine unverzichtbare Grundlage, ihre Dienstleistungen im Sinne des heimischen E-Government-Ansatzes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Selbst die Versorgung mit Energie, Wasser, Transporteinrichtungen ist heute von einer funktionierenden digitalen Infrastruktur abhängig.

Die Bevölkerung muss darauf vertrauen können, dass Nachrichten und Daten ihre Empfängerinnen und Empfänger schnellstmöglich und sicher erreichen. Ein offenes und freies Internet, der Schutz personenbezogener Daten und die Unversehrtheit von miteinander verbundenen Netzwerken sind Grundlagen für globalen Wohlstand, Sicherheit und Förderung der Menschenrechte. Dafür muss die digitale Infrastruktur verlässlich und sicher funktionieren.

Angriffe aus dem Cyber-Raum sind eine unmittelbare Gefahr für unsere Sicherheit und für das Funktionieren von Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Es gehört somit zu den obersten Prioritäten für Österreich national und international an der Absicherung des Cyber-Raums zu arbeiten. Cyber-Sicherheit bedeutet Sicherheit der Infrastruktur des Cyber-Raums, der im Cyber-Raum ausgetauschten Daten und vor allem der Menschen, die den Cyber-Raum nutzen.

Mit der ÖSCS beschloss die Bundesregierung ein umfassendes und proaktives Konzept zum Schutz des Cyber-Raums und der Menschen im virtuellen Raum. Die ÖSCS bildet das Fundament für eine gesamtstaatliche Zusammenarbeit in diesem Bereich. Es wird auf nationaler Ebene eine operative Cyber-Koordinierungsstruktur festgelegt. Ziel ist es, einen regelmäßigen Informationsaustausch sicherzustellen, die Situation im Cyber-Raum laufend zu beobachten und zu bewerten und gemeinsame Maßnahmen festzulegen.

Die ÖSCS beruht auf den Prinzipien Rechtstaatlichkeit, Subsidiarität, Selbstregulierung und Verhältnismäßigkeit. Die Strategie wurde von den Verbindungspersonen zum Nationalen Sicherheitsrat und Cyber-Experten unter Federführung des Bundeskanzleramtes erarbeitet. Diese bilden gemeinsam die Cyber-Sicherheit-Steuerungsgruppe, die auch die Umsetzung der Strategie koordiniert und begleitet. Die insgesamt 38 Umsetzungsaktionen aus 7 Handlungsfeldern wurden zum Großteil erfolgreich beendet.

Die ÖSCS wird Sicherheit und Widerstandskraft der österreichischen Infrastrukturen und Leistungen im Cyber-Raum verbessern. Sie soll Bewusstsein schaffen und das Vertrauen der Gesellschaft fördern.

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