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Policies

Um die Potentiale von E-Government auszuschöpfen, sind nicht nur technische Standards und kompatible Softwarelösungen vonnöten, sondern auch genaue Regeln, wie die digitale Kommunikation funktionieren soll. Diese Art von Bestimmungen werden auch "Policies" genannt.

Internet Policy

Die Internet Policy ist die Basis für die Internetkommunikation zwischen Bund, Ländern und Gemeinden sowie mit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen. Diese Konvention beschreibt in allgemeiner Form mögliche Wege der Harmonisierung in der Kommunikation von Behörden zu Bürgerinnen und Bürgern, zur Wirtschaft und zwischen Behörden.

Transfer Policy

Mit der Transfer Policy wird bestimmt, wie die öffentliche Verwaltung bei der elektronischen Datenübermittlung via Dateitransfer vorgehen muss.

E-Mail Policy

Die E-Mail Policy enthält Vorschläge, wie sich Bedienstete der öffentlichen Verwaltung bei der elektronischen Datenübermittlung mittels E-Mail verhalten sollen. Ziel dieser Policy ist es, Mindestanforderungen für den Umgang der öffentlichen Verwaltung mit dem Medium E-Mail zu definieren. Beispielsweise sollte der Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern – wo immer möglich – über ein Web-Interface stattfinden (zum Beispiel über ein über ein Web-Formular).

Domain Policy

Die Domain Policy zielt darauf ab, das Bild der öffentlichen Verwaltung im Internet (also der einzelnen Webseiten der Behörden) einheitlich erscheinen zu lassen und die Einhaltung diverser Sicherheits- und organisatorischer Anforderungen zu garantieren.

So müssen auf jedem Webauftritt ein Impressum, eine Kontaktadresse und eine Suchfunktion vorhanden sein. Optionale Funktionalitäten sind elektronische Formulare oder Sitemaps. Außerdem wird beim Layout auf die Einhaltung von Web-Accessibility-Initiative-Standards für Barrierefreiheit besonderen Wert gelegt.

gv.at-Domainregistrierungs Policy

Bei der Darstellung der öffentlichen Verwaltung sollen die behördlichen Webseiten unter einer gemeinsamen Domäne (.gv.at) auftreten. Diese Maßnahme soll Vertrauen schaffen. Nutzerinnen und Nutzer können sich darauf verlassen, dass es sich im Wesentlichen um eine behördliche Information oder Dienstleistung handelt. Die "öffentliche Verwaltung" soll schon in der Adressleiste sichtbar werden. Die Vergabe der .gv.at-Domain erfolgt durch das Bundeskanzleramt und ist für die Behörden kostenlos. Die technische Administration wird vom Magistrat Wien durchgeführt. Neben der Stärkung des Vertrauens für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen bieten die gv.at-Domains auch Schutz vor Domain Grabbing. Eine Änderung der bislang verwendeten Internetadresse ist nicht notwendig. Diese kann problemlos auf die .gv.at-Domain umgeleitet werden.

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