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Styleguide

E-Formulare

Die Gestaltung von E-Formularen in der öffentlichen Verwaltung Österreichs liegt nahezu gänzlich in der Organisationskompetenz der einzelnen Verwaltungseinheiten. Bei der Abwicklung von elektronischen Antragsverfahren im E-Government ist jedoch eine möglichst weitgehende Einheitlichkeit anzustreben, um allen Benutzerinnen und Benutzern leicht bedienbare und verständliche Oberflächen zu bieten.

Der Styleguide für E-Formulare (sg-stg) enthält konkrete Maßnahmen zum strukturierten Aufbau, zur systematischen inhaltlichen Gliederung und zur äußeren Form von E-Formularen. Ziel ist es, durch ein systematisches, einheitliches und komfortables E-Formularwesen die Nutzung elektronischer Verfahren durch Bürgerinnen und Bürger und Wirtschaft zum beiderseitigen Vorteil zu vereinfachen und komfortabel zu gestalten.

Die Vorgaben des derzeitigen Styleguides wurden bereits breit umgesetzt. Um der technischen Entwicklung bei der Formulargestaltung Rechnung zu tragen, wird die Konvention derzeit grundlegend überarbeitet und um dynamische Elemente im Formularablauf sowie die Beschreibung deren Verhaltens erweitert. Die Aktualisierungsarbeiten der Konvention befinden sich aktuell in ihrer Finalisierungsphase, sodass in Kürze ein Rahmen für eine zeitgemäße Umsetzung von E-Formularen zur Verfügung stehen wird

Online-Dialoge

Die Konvention Online-Dialoge (sg-od) beschreibt die Einzelschritte, wie Anträge mittels interaktiver E-Formulare erstellt werden sollen. Sie enthält Empfehlungen, wie Benutzende durch das Formular geleitet werden soll: vom Einstieg in ein Formular, über die wiederkehrende Bearbeitung zur Erfassung bis hin zur Übermittlung der Eingabe an die jeweilige Verwaltungseinheit. Dieser Prozess sollte verwaltungsweit einheitlich und wiedererkennbar gestaltet sein. Benutzernde sollen einfach verständliche Anträge vorfinden, um elektronische Eingaben in hoher Datenqualität, möglichst vollständig und fehlerfrei durchführen zu können. So kann sich die Verfahrensdauer entsprechend verkürzen.

Mit der neuen Styleguide-Version 3.0 wird die Konvention Online-Dialoge in ihrer bisherigen Form aufgelassen, da die Prozess- und Verhaltensbeschreibungen aufgrund der verstärkten Nutzung von dynamischen Elementen unmittelbar in den "Styleguide für E-Formulare" integriert werden.

Styleguide für Webanwendungen

Immer öfter werden Anwendungen von Behörden mit dem Ziel erstellt, diese auch anderen Behörden zur Verfügung zu stellen. Dabei kann ein großer wirtschaftlicher Vorteil lukriert werden, da die Anwendungen nicht von jedem Partner selbst entwickelt und betrieben werden müssen. Ermöglicht wird dies unter anderem durch die in den letzten Jahren in Österreich entwickelten E-Government-Strategien (Portalverbund, Security-, Rechte- und Rollenkonzepte etc.) und dem technischen Umfeld (PVP, gemeinsame Datenmodelle und -strukturen, Webservice-Schnittstellen etc.).

Der Styleguide für (behördenübergreifende) Webanwendungen kommt für neu entwickelte behördenübergreifende Webanwendungen zum Einsatz. Das Dokument richtet sich an Projektleiterinnen und Projektleiter, Entwicklerinnen und Entwickler von behördenübergreifenden Webanwendungen sowie an Verantwortliche für Styleguides von Webanwendungen. Der Styleguide bildet die Grundlage für einen strukturierten Aufbau von Webanwendungen, für eine systematische Gliederung des Inhalts und eine einheitliche äußere Form (Layout). Ziel ist es, die wesentlichen Bestandteile eines einheitlichen Bedienkonzepts in Form von Mustern und Best Practices darzustellen.

Dadurch soll eine höhere Akzeptanz, eine verbesserte Usability und eine geringere Einarbeitungszeit der über verschiedene Organisationen verteilten Benutzerinnen und Benutzern erreicht werden.

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